von | März 27, 2023

Gänseblümchen

Das Gänseblümchen (Bellis perennis) bildet eine grundständige Blattrosette aus. Die Blätter sind spatelförmig, behaart und am Rand gekerbt.

Auf einem behaarten, blattlosen Stängel sitzen die Blütenköpfchen. Sie bestehen aus weißen zarten Strahlenblüten, die unterseits oft rötlich angelaufen sind.

Bei Sonnenschein sind sie weit geöffnet, nachts und bei Regen schließen sie sich und senken das Köpfchen. Es erreicht eine Höhe von ca. 10 cm

Gänseblümchen

Bildquelle: S. Geiberger

Familie und Sammelzeit

Das Gänseblümchen gehört zur Familie der Korbblütengewächse.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten

Sammelzeit im Detail:

  • Blätter: Ganzjährig
  • Blüten: März bis November

Manchmal schließen sich die Blüten nach dem Sammeln wieder. Legt man sie kurz auf lauwarmes Wasser, öffnen sie sich wieder.

Heilwirkung und Anwendung

Heilwirkung:
Antibakteriell, hustenlösend bzw. auswurffördernd, krampfstillend, schmerzstillend, blutreinigend, blutstillend, stoffwechselanregend, juckreizlindernd, entzündungshemmend

Anwendung in der Naturheilkunde:
In der Homöopathie als Verletzungsmittel in tiefliegenden Geweben bei z.B. größeren chirurgischen Eingriffen.

Inhaltsstoffe: (Auswahl)

  • Kalium
  • Kalzium
  • Magnesium
  • Eisen
  • Vitamin C
  • Eiweiß
  • Gerb- und Bitterstoffe
  • Schleimstoffe

Anwendungen

Tee und Umschläge

Zutaten:

  • 2 TL Gänseblümchenkraut
  • 250 ml Wasser

Zubereitung:

2 TL Gänseblümchenkraut mit 250 ml heißem Wasser übergießen und 10 min. ziehen lassen. Der Aufguß kann auch für Umschläge für schlecht heilende Wunden oder zum Betupfen von Hautausschlägen genutzt werden.

Rezept für die Küche: Gänseblümchen-Blattsalat mit Walnuß

Zutaten

  • Eine Handvoll Gänseblümchenblätter

  • 2 Eßlöffel grob gehackte Walnüsse

  • 1 Eßlöffel Balsamicoessig

  • 1 – 2 Esslöffel natives Olivenöl oder Nußöl

  • Salz und Pfeffer

Die Knospen, Blüten und Blätter werden gerne als Zutaten im Salat oder Kräuterquark verwendet. Die Blüten sind außerdem eine schöne eßbare Dekoration auf Gerichten.

Quellenangaben:

Beiser, Rudi: Unsere essbaren Wildpflanzen. Kosmos-Naturführer 2018

Bühring, Ursel: Praxis-Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde; Grundlagen – Anwendung – Therapie. Sonntag Verlag Stuttgart 2005

Pahlow, M. Apotheker: Heilpflanzen. Bechtermünz Verlag Augsburg 2001

Schneider, Christine: Wildkräuter finden. Ulmer Verlag Stuttgart 2017

Rezept von Dr. Markus Strauß www.dr-strauss.net

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