Bacchus
Der aromatische Wein mit dem Namen des römischen Weingotts war insbesondere in den 1970er und 1980er Jahren sehr beliebt.
Stellenwert
In Rheinhessen sind noch 565 ha* (2 %) mit dieser Rebsorte bestockt. Auch in Harxheim haben sich die Rebflächen, die mit Bacchus bestockt sind, seit 2001 um ca. 25% auf 1,3 ha*reduziert.
Historie
Der Bacchus ist eine Weißweinsorte Silvaner x Riesling gekreuzt mit Müller-Thurgau. Die Rebe wurde am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof Siebeldingen im Jahr 1933 gezüchtet, Bernhard Husfeld und Peter Morio sind ihre Väter. Die Angaben von den Züchtern konnten mittlerweile durch DNA-Analysen fundamentiert werden. 1972 wurde die Rebe in Deutschland zugelassen und in die Sortenliste eingetragen. Der Bacchus verdankt seinen Namen der römischen Weingottheit. Die Rebsorte kann hohe Erträge und hohe Mostgewichte liefern. Sie hatte in 70er und 80er Jahren im letzten Jahrhundert ihren Höhepunkt, mittlerweile sind die mit Bacchus bestockten Rebflächen stark rückläufig.
Genuß
Bacchus-Weine sind in der Lage, sehr aromatische Weine zu liefern. Weine mit einem hohem Mostgewicht können sehr reich an Aromen und Geschmackstoffen sein. Zuweilen erinnern sie, wenn sie fruchtig und bukettreich sind, an eine Scheurebe. Zu asiatischen Gerichten ist der Bacchus ein idealer Begleiter. Aber auch zu Mehlspeisen passt dieser Wein gut. Lieblich oder süß ausgebaute Bacchus-Weine sind idealer Begleiter zu Desserts.
Stand 01.02.2023, Deutsches Weininstitut 2023, Weiße Rebsorten Bacchus https://www.deutscheweine.de/wissen/rebsorten/weisse-rebsorten/bacchus/
Bacchus Wikipedia 2023 https://de.wikipedia.org/wiki/Bacchus
Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, EU-Weinbaukartei, Stand 2022