von | Mai 10, 2023

Alte Mommenheimer Strasse

Harxheimer Flurbezeichnung

1 „IM HAMMER“ (vermutlich 17. Jh.)
Namensgeber für diese Flurbezeichnung könnten zum einen die damals hammerartige Form des Geländes oder zum anderen das mittelhochdeutsche Wort „hamel“ ([steile] Höhe) sein, denn das Gelände steigt zur Gewann „Über Rück“ deutlich an.

2 „IN DEN PLATZÄCKERN“ (1309)
Der Begriff „Platzäckern“ bezeichnet größere, frei gelegene, ebene Flurteile. Dies stimmt mit der Lage überein. Das im 14. Jh. erwähnte „in platzacker“ kann auf einen Acker zum Anpflanzen von Gemüse hinweisen.

Lage der Flure in der Harxheimer Gemarkung

Bildquelle: HVV-Harxheim

Lage der Flure in der Harxheimer Gemarkung

Bildquelle: HVV-Harxheim

1 „IN DER KÜCHELWEIDE“ (1543)
Dieses Geländestück diente ursprünglich dem Weidebetrieb, der in Rheinhessen ausgedehnt betrieben wurde.

2 „IM KÜCHELBERG“
1309 ist ein gegen Lörzweiler gelegenes Feld „Zu Kuchelberge vorder dem Rich“ („Rich“ = Rech) bezeugt. Ein Rech ist ein für unsere Landschaft typischer kleinerer Abhang zwischen übereinander gelegenen Flurstücken oder ein ziemlich steiler, seitlicher Hang an einem Hohlweg. Bereits 1368 erscheint die Bezeichnung „Kuechelberge“ und im 17. Jh. der heutige Flurname. „Küchel-“ hängt ziemlich sicher mit dem mittelhochdeutschen Begriff „köche“ (Erdaufwurf) zusammen, der im Gegensatz zum Berg niedriger ist. Es handelt sich demnach um einen kleineren Berg, wozu die Erscheinung des Geländes passt.

Quellenangaben:

Flurnamen (1. April 2023).  https://www.namenforschung.net/forschungsfelder/ortsnamen/flurnamen/

Flurnamen (1. April 2023). https://de.wikipedia.org/wiki/Flurname

Schäfer, Siegfried. Professor Dr. Klaus Faiß: Vater der Harxheimer Flurtafeln. In: 1250 Jahre Harxheim hrsg. Ortsgemeinde Harxheim. Selzen 2017, Seite 43 bis 44.

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